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  • Astrid

Das Ende naht

Nein, keine Sorge, das wird jetzt keine dramatische Story über den verschwörungstheoretischen Untergang der Welt, oder das vollkommene Kapitulieren im Corona-Lockdown-Chaos. Es ist lediglich ein kleiner Rückblick über ein turbulentes, unplanbares, chaotisches Jahr voller Herausforderungen, aber auch voller Chancen. Chancen vor allem für all jene, die bereit waren und sind, alles hinter sich zu lassen, von dem sie glaubten, es gehöre zu ihrem Alltag, zu ihrem normalen Leben, zu ihrem normalen da Sein.



Ein wundervolles, prachtvolles Haus wird sozusagen einfach niedergerissen und du kannst aus dem Schutt, was Neues bauen.

Was mich diese Jahre am meisten herausgefordert hat, war das Ungewisse, das hinter jeder Ecke lauert. Gerade als wir gestern erfahren haben, dass ein kleiner Urlaub über Weihnachten bei unserer Familie, die wir beinahe ein Jahr nicht gesehen haben, wohl nicht möglich ist, waren wir erschüttert, empört und zutiefst traurig, da ein Tapetenwechsel und ein paar Tage außerhalb des gewohnten Umfeldes uns mehr als Gut getan hätten. Doch auch hier heißt es wieder: Akzeptanz, Durchatmen und d


as beste draus machen. Das ist wohl im Vergleich zu dem was andere gerade Durchmachen kein großes Ding, jedoch hat wohl jeder in seiner eigenen Welt ähnliche Erfahrungen gemacht, die einen gefühlt zurückwerfen, niederdrücken, ja gar erschlagen.

Den Fokus zu halten und auf Spur zu bleiben ist da nicht gerade das Leichteste. Frieden und Ruhe finde ich in diesen Zeiten immer wieder in der Natur. Der Wald, die Sonne, das Wasser, die frische Luft auf den Bergen, sie haben kein Problem mit der Seuche. Die Beständigkeit der Natur und den Einklang, den man in ihr findet, beruhigt mich. So lernte ich in diesem Jahr die Natur noch mehr zu schätzen, konnte noch klarer erkennen, was mir wichtig ist im Leben, welche Menschen mein Leben bereichern und für wen ich da sein darf. Wo ich hingehöre, wo meine Wurzeln sind und was mich erfüllt und glücklich macht. Und auf der anderen Seite, was mich erschüttert, was mir Energie raubt und was mich klein hält.

Weitergehen, war das Motto für mich. Einfach weitergehen.

Als ich vor kurzem einen Artikel über Tina Turner las, in dem sie über ihr bewegtes Leben berichtete, stellte es mir im Sekundentakt die Gänsehaut auf. Ein Mantra, dass sie durch ihr Leben trägt inspirierte mich dabei besonders: “namu myoho renge kyo”.Was so viel bedeutet, wie: “Ich widme mich mit ganzem Herzen meinem Leben und dem Leben insgesamt.” …mit ganzem Herzen meinem Leben und dem Leben insgesamt… und da gehört wohl wieder mal alles dazu, die Hochs und die Tiefs, die Fülle und die Leere, das Ein- und das Ausatmen und vor allem eine gute Portion Mut…

Mit diesen Worten, möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die heuer Teil meines Weges waren und für all die Chancen, die in diesem bunten Jahr zu finden waren. Und egal was das nächste Jahr bringt: “Weitergehen” & “Mut haben", das wünsche ich allen die das lesen.

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